oratorium

Managré Nooma – Das Gute geht nie verloren

Die Schleswig-Holsteinerin Katrin Rohde und ihre Projekte in ihrer neuen Heimat Burkina Faso.

Die Menschen in ihrem neuen Heimatland nennen sie „Mama Tenga“, Mutter Vaterland.

Früher besaß sie im Kreis Plön zwei Buchhandlungen, jetzt hilft sie Kindern und Frauen in Burkina Faso, einem der ärmsten Länder der Welt. 1988 kam sie das erste Mal nach Burkina Faso und er-krankte schwer an Malaria. Eine Familie in einem kleinen Dorf pflegte sie gesund und aus Dankbarkeit sammelte Katrin Spenden in Deutschland für den Bau einer Dorfschule. 1995 verkaufte sie ihre Buch-handlungen und wanderte nach Ouagadougou aus, der Hauptstadt von Burkina Faso.

Dort betreute sie anfangs Straßenkinder und gründete 1996 die gemeinnützige Organisation A.M.P.O. (Association  Managré Nooma pour la Protection des Orphelins) sowie  in Deutschland (Plön) den Verein Sahel e.V. zur Finanzierung von A.M.P.O. Zeitgleich baute sie in Ouagadougou ihr erstes Waisenhaus.. Heute nach mehr als 24 Jahren umfassen die Projekte von A.M.P.O. zwei Waisen-häuser für Jungen und Mädchen mit ca. 300 Waisen- und Straßenkindern. Zwei Frauenhäuser, eine Behindertenwerkstatt, eine Beratungszentrum für junge Frauen P.P.Filles, eine Krankenstation mit Zahnarzt- und Gynäkologenstuhl, eine Optikwerkstatt  und seit 2005 die ökologische Landwirtschafts-schule und –farm Tondtenga mit ca. 100 Internatsplätzen.

Zusätzlich wird für ca. 1200 Kinder im Land Schulgeld bezahlt. Schulgeld ist für die meisten Familien unbezahlbar bei. ca. 3 – 5 Euro pro Kind und Monat. Das durchschnittliche Jahreseinkommen in Burkina Faso liegt nach BMZ-Statistik für 2010 bei 550 US-Dollar (ca. 420 Euro). Das neueste Projekt und Katrins ganzer Stolz ist das Mehrgenerationenhaus Emma Yiri, in dem ca. 20 alte Frauen ohne Familie und ca. 20 junge, meist AIDS-kranke Frauen mit ihren Kindern leben und Landwirtschaft betreiben. Sozusagen nebenbei engagiert A.M.P.O. sich auch noch für die Verkehrserziehung in Burkina Faso, indem Katrin Kurzfilme dreht, die regelmäßig im burkinischen TV gezeigt werden. Weiterhin betreibt sie mit ihren  Waisenkindern und Helfern ein Cinémobil, das von Dorf zu Dorf fährt und dort werden Vorführungen zur Verkehrserziehung, AIDS-Aufklärung und zur Hygiene gemacht.

Für ihr Engagement wurde Katrin Rohde schon 2001 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet und 2005 im Rahmen der UNESCO-Initative „1000 Frauen für den Frieden“ für den Friedensnobelpreis nominiert.

Weitere Informationen zu ihren Aktivitäten findet man auch unter www.sahel.de und www.katrin-rohde-stiftung.de .

Außerdem wird Katrin Rohde  in Aachen einen Vortrag über ihre Projekte halten, Termin:

8. Mai 2012 um 19:30 Uhr in der CITY-Kirche in Aachen (Eingang Großkölnstraße)

Der Bildervortrag ist frei, Spenden werden gerne entgegengenommen.

 

Managré Nooma bedeutet „Das Gute geht nie verloren“ und entstammt der Moré-Sprache in Westafrika.

Weitere Informationen:

Einladung zum Vortrag in Aachen

Jugendprojekt Krankenstation

Kirchenzeitung v. 17.06.2009 (1)

Kirchenzeitung v. 17.06.2009 (2)